Discussion in 'GPS' started by fvenohr, Dec 7, 2006.

  1. fvenohr

    fvenohr New Member

    Hallo zusammen,

    nach meinem erfolgreichen Zusammenbau des Akkumatik kommt man ja durch den Download der LogView-Software an diesem Forum nicht vorbei und ich muss nach einigem Stöbern Euren Einsatz bewundern und habe gleich ein neues Projekt entdeckt: den MidiLogger.

    Die meisten von Euch scheinen ja Flieger zu sein. Ich komme dagegen aus der Ecke der RC Cars (Elektro 1:10) und interessiere mich für den MidiLogger um per GPS Geschwindigkeiten und Rundenzeiten per LogViewGPS auszuwerten. Ich würde das Ganze als Versuchsballon betrachten, aber vielleicht könnt Ihr mir vorweg schon sagen ob mein Vorhaben grundsätzlich zum Scheitern verurteilt ist.

    Die Probleme die ich sehe liegen zum Einen in der Genauigkeit des GPS Signals. Ferner müsste die Abtastrate recht hoch sein um halbwegs aussagekräftige Daten zu erhalten. Gefahren wird meist im Bereich zwischen 6 und 8 Minuten, das ergibt bei einer durchschnittlichen Rundenzeit von 20s, ca. 20 Runden. Somit würden sich viele übereinander gelagerte Punkte ergeben. Wäre die Software in der Lage diese auseinander zu halten? Ist man in der Lage manuell in den Daten Breakpoints zu setzen, die sozusagen eine Runde markieren?

    Beste Grüße
    Frank
  2. Olaf Greck

    Olaf Greck New Member

    Hallo Frank,

    ich denke mal, daß ist mit der aktuellen GPS Technik und für 1:10 Auto nicht sinnvoll [*] zu machen ist.

    Die Auflösung der üblichen GPS-Empfänger liegt in günstigen Umständen etwa so im "Meter" Bereich, das heißt man kann sich in einen Umfeld von 1 Meter (oder so) um den angegeben Punkt befinden. Höhere Auflösungen bekommt man durch mehrere Messpunkte, dazu aber unten mehr.

    Auf unserer Piste z.B. sind die Schleifen der Stecke weniger als einen Meter auseinander. Hätte man hier gemessen, könnte man beim Betrachten der Positionspunkte also nicht ohne weiteres unterscheiden, ob das Auto die Start/Ziellinie überfährt oder auf einer Nachbarschleife an der Start/Ziellinie vorbeifährt.

    Im 1:1 Auto wird eine vorhandene Karteninformation zusammen mit etwas Logik benutzt, um zu erkennen, ob sich das Auto auf der Straße befindet. Im 1:10 müßte man sich für jede benutzte Strecke selber etwas Stricken. Wird der Streckenverlauf geändert, programmiert man neu.


    Dann: Die üblichen GPS Module stellen nur ein paar wenige Positionspunkte pro Sekunde bereit.
    Ich selber fahre keine Rennen, eher so zum Spaß und das auch nur selten, aber um zu sehen, ob eine Veränderung am Auto eine Verbesserung der Rundenzeit bringt, würde mich ein Zeitunterschied im Zehntelsekunden Bereich interessieren.

    Diese zeitliche Auflösung kann man erst erreichen, wenn entsprechend viele Positionspunkte pro Sekunde bereitstehen. Pi mal Daumen würde ich die Nutzdaten mit 25 Hertz Samplerate erwarten (um vom Schätzgerät zum Messwerkzeug zu kommen).

    Nutzdaten wären dann die Punkte nachdem ein Oversampling und eine intelligente Statistik die Positionsfehler reduziert hat.


    gruss

    Olaf

    [*] Sinnvoll im Sinne von: Nettes Projekt, aber um bequem Nutzbar zu werden, braucht es ein hohen Aufwand.

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